TL;DR für Eilige:
- Handelsübliche „Spezialerde“ besteht meist aus Torf, der die Wurzeln deiner Wüstenbewohner ersticken lässt und Fäulnis fördert – Selbermischen ist die einzige langfristig sichere Lösung.
- Eine rein mineralische Struktur sorgt für die notwendige Drainage und Belüftung, die physiologisch überlebenswichtig ist, damit die Feinwurzeln atmen können.
- Mit einfachen Basiszutaten wie Bims, Lava und Zeolith sparst du auf Dauer viel Geld und imitierst den natürlichen Standort deiner Pflanzen perfekt.
Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten großen Verlust. Es war ein wunderschöner, fast fußballgroßer Echinocactus grusonii, der berühmte „Schwiegermuttersitz“. Ich hatte ihn stolz im Gartencenter gekauft und – weil ich alles richtig machen wollte – natürlich auch gleich den Sack mit der Aufschrift „Premium Kakteenerde“ dazu gepackt. Ich topfte ihn um, goss ihn an und fühlte mich wie der König der Botanik. Drei Monate später war mein König nur noch ein brauner, matschiger Haufen Elend. Ich drückte leicht gegen die Dornen, und mein Finger versank in einer fauligen Masse. Der Geruch? Unbeschreiblich. Ich war am Boden zerstört und verstand die Welt nicht mehr. Ich hatte doch extra die Spezialerde gekauft! Genau hier liegt der große Irrtum, dem fast jeder Anfänger (und ich damals auch) zum Opfer fällt. Die meisten kommerziellen Substrate sind für die Massenproduktion optimiert, nicht für das Überleben deiner Pflanzen. Sie basieren auf Torf, der Wasser speichert wie ein Schwamm. Das ist toll für Petunien, aber ein Todesurteil für Wüstenpflanzen.
Dieser Moment war mein Weckruf. Ich begann, mich obsessiv mit den geologischen Bedingungen in Mexiko, den Anden und Arizona zu beschäftigen. Ich wollte verstehen, worin diese Pflanzen in der Natur eigentlich stehen. Und die Antwort war so simpel wie ernüchternd: Sie stehen in Geröll. In Sand. In vulkanischem Gestein. Aber sicher nicht in norddeutschem Hochmoortorf. Seit ich angefangen habe, meine Kakteenerde selber mischen zu perfektionieren, habe ich kaum noch Ausfälle durch Fäulnis. Meine Pflanzen blühen üppiger, wachsen gedrungener und zeigen eine bedornung, die fast schon waffenscheinpflichtig ist. Es ist nicht nur billiger, es ist ein Akt der Fürsorge, der dich viel tiefer mit deinem Hobby verbindet. Wenn du einmal deine Hände in einem Eimer voller vulkanischer Mineralien hattest und das Rascheln der Bimssteine gehört hast, wirst du nie wieder eine Plastiktüte aus dem Baumarkt aufreißen wollen. Lass uns diesen Weg gemeinsam gehen, damit dir mein Fehler erspart bleibt.
Warum du dein Kakteensubstrat selbst herstellen solltest und der Mythos der „Spezialerde“
Wenn du im Handel einen Sack Erde kaufst, zahlst du oft viel Geld für ein Produkt, das biologisch gesehen völlig kontraproduktiv für Sukkulenten ist. Das Problem beginnt bereits auf der mikroskopischen Ebene der Wasserhaltefähigkeit. Torf und Kokosfasern, die Hauptbestandteile dieser Mischungen, haben eine extrem hohe Kapillarität. Das bedeutet, sie saugen Wasser auf und halten es über Tage oder Wochen fest. Für einen Kaktus, der in seiner Evolution darauf programmiert ist, Wasser in seinem eigenen Gewebe (dem Sukkulentenkörper) zu speichern, ist das fatal. Wenn das Substrat nass bleibt, entsteht im Wurzelbereich ein anaerobes Milieu. Das heißt: Der Sauerstoff wird verdrängt. Viele Anfänger wissen nicht, dass Wurzeln nicht nur Wasser aufnehmen, sondern auch atmen müssen. Wenn du dich entscheidest, dein Kakteensubstrat selbst herstellen zu wollen, befreist du dich aus dieser Falle der Industrie, die Erde verkaufen will, die leicht zu transportieren ist, aber nichts mit den natürlichen Habitaten zu tun hat.
Der botanische Hintergrund ist faszinierend und erklärt, warum die Eigenmischung so vital ist. Kakteenwurzeln sind hochspezialisierte Organe. In Trockenzeiten sterben die feinen Haarwurzeln oft ab, um den Wasserverlust zu minimieren. Sobald Feuchtigkeit kommt, müssen sie explosionsartig neue Saugwurzeln bilden. Dieser Prozess verlangt viel Energie und vor allem Sauerstoff. Steht der Kaktus nun in einem torfigen Substrat, das sich bei Trockenheit zementartig zusammenzieht (hydrophober Effekt) und bei Nässe in einen Sumpf verwandelt, ersticken die neu gebildeten Wurzelspitzen sofort. Es bilden sich Fäulnisbakterien und Pilze wie Fusarium, die durch die aufgeweichte Epidermis der Wurzeln leichtes Spiel haben und in das Leitbündelsystem der Pflanze eindringen. Die Pflanze verfault von innen nach außen. Nur ein lockeres, luftdurchlässiges Substrat verhindert diesen Prozess, indem es sicherstellt, dass Wasser zwar kurz verfügbar ist, aber überschüssige Nässe sofort abläuft und Luftblasen zwischen den Partikeln erhalten bleiben.
Die praktische Lösung ist daher unumgänglich: Du musst die Kontrolle übernehmen. Indem du die Komponenten selbst auswählst, kannst du die physikalischen Eigenschaften des Bodens exakt steuern. Du bestimmst, wie schnell das Wasser durchläuft (Drainage) und wie viel Luft an die Wurzeln kommt. Es ist ein befreiendes Gefühl, nicht mehr raten zu müssen, ob die Erde im Topf unten noch nass ist, obwohl sie oben trocken aussieht. Ein selbstgemischtes Substrat verzeiht Gießfehler viel gnädiger als jede Kauf-Erde. Wenn du mal zu viel gießt, läuft es einfach durch. Zudem ist es auf Dauer drastisch günstiger. Ein Sack Bims und ein Sack Lava kosten im Baustoffhandel oder Landhandel oft nur einen Bruchteil dessen, was du für winzige 5-Liter-Beutel „Premium-Erde“ bezahlst. Du wirst zum Architekten des Lebensraums deiner Pflanzen, und das danken sie dir mit Gesundheit.
Die Basis verstehen: Wenn du mineralische Kakteenerde selber mischen willst
Viele Einsteiger schrecken davor zurück, wenn sie hören, dass sie mineralische Kakteenerde selber mischen sollen, weil es so technisch und steril klingt. Dabei ist „mineralisch“ nichts anderes als das, was wir als Gestein oder Steinchen kennen. Der größte Fehler, den man hier machen kann, ist einfach in den Garten zu gehen und Maulwurfshügel-Erde oder Spielsand aus dem Sandkasten zu nehmen. Spielsand ist oft viel zu fein; er verschlämmt die Poren und wirkt im Topf wie Beton. Gartenlehm ist meist viel zu nährstoffreich und verdichtet zu stark. Wir brauchen Materialien, die stabil bleiben, nicht verrotten und eine körnige Struktur haben. Denk an einen steinigen Hang auf Teneriffa oder in Mexiko – dort findest du keinen Humus, sondern verwittertes Gestein, Lavaasche und Geröll. Genau diese Struktur wollen wir im Topf nachbauen.
Warum ist diese grobe Struktur so entscheidend? Hier müssen wir kurz in die Bodenphysik eintauchen. Es geht um das Porenvolumen. In einem Topf konkurrieren Wasser und Luft um den Platz zwischen den Erdpartikeln. Wir wollen sogenannte Makroporen schaffen. Das sind Hohlräume zwischen den Steinchen, die so groß sind, dass das Wasser durch die Schwerkraft abfließt und Luft zurückbleibt. Gleichzeitig nutzen wir poröse Gesteine wie Bims oder Lava. Diese besitzen innere Mikroporen. Diese winzigen Löcher saugen Wasser durch Kapillarkräfte ins Innere des Steins. Das ist genial: Der Stein selbst ist feucht und gibt diese Feuchtigkeit langsam an die Wurzel ab, aber der Raum zwischen den Steinen ist voller Luft. Die Wurzel kann also trinken, ohne zu ertrinken. Zudem besitzen diese vulkanischen Mineralien eine gewisse Kationenaustauschkapazität (KAK). Vereinfacht gesagt, können sie Nährstoffe (wie Dünger) an ihrer Oberfläche festhalten und bei Bedarf wieder an die Wurzel abgeben, anstatt dass alles sofort mit dem Gießwasser ausgespült wird.
Wenn du also startest, mineralische Kakteenerde selber mischen zu wollen, brauchst du ein einfaches Grundrezept, das diese Physik berücksichtigt. Vergiss komplizierte Listen mit zwanzig Zutaten. Für 90% aller Kakteen (Echinopsis, Mammillaria, Ferocactus, etc.) hat sich eine klassische „Drittel-Mischung“ bewährt, die als goldener Standard gilt. Du nimmst einfach ein Drittel Bims (für die Wasserspeicherung im Korn), ein Drittel Lava (für die Struktur und Belüftung) und ein Drittel Zeolith oder gebrochenen Blähton (als Nährstoffspeicher und Puffer). Manche fügen noch einen kleinen Anteil (maximal 10-15%) organische Anzuchterde hinzu, wenn es sich um weniger empfindliche Arten handelt, aber für den Anfang empfehle ich dir den rein mineralischen Weg. Damit bist du auf der sicheren Seite. Du wirst sehen: Das Mischen selbst ist keine Hexerei, sondern eher wie Kuchenbacken für Geologen.
Die Anatomie der Zuschlagstoffe: Was Bims, Lava und Zeolith wirklich tun
Lass uns die Zutaten genauer betrachten, denn wenn du verstehst, was jeder Bestandteil tut, kannst du später viel besser experimentieren. Bims ist mein absoluter Liebling und das Rückgrat fast jeder guten Mischung. Bims ist vulkanisches Glas, das bei der Eruption so viel Gas enthielt, dass es aufgeschäumt ist wie ein Schwamm. Es ist extrem leicht und hat eine helle, fast weiße Farbe. Lava hingegen, meist rotbraun oder schwarz, ist schwerer und scharfkantiger. Und dann gibt es Zeolith, ein grünliches Gestein, das oft in der Wasserfilterung eingesetzt wird. Diese drei sind nicht austauschbar, sie sind ein Team. Du bekommst sie oft im Baustoffhandel (als Schüttdämmung oder Streugut), im Bonsai-Fachhandel oder spezialisierten Kakteengärtnereien. Baumärkte führen diese reinen Stoffe leider selten.
Warum genau diese Kombination? Das Geheimnis liegt in der unterschiedlichen Wasserabgabe. Bims speichert Wasser in seinen feinen Poren und gibt es sehr willig wieder ab. Es sorgt dafür, dass das Substrat nach dem Gießen schnell abtrocknet – genau das, was Kakteen lieben. Lava hat eine viel geschlossenere Oberfläche und speichert weniger Wasser, sorgt aber durch die scharfen Kanten dafür, dass das Substrat im Topf nicht zusammensackt. Es verleiht dem Boden „Skelettstruktur“. Die Wurzeln müssen sich um die scharfen Kanten winden, was sie dazu anregt, sich zu verzweigen. Ein stark verzweigtes Wurzelsystem bedeutet eine gesündere Pflanze. Zeolith ist der Chemiker in der Runde. Es hat eine extrem hohe Speicherfähigkeit für Nährstoffe und reguliert sogar den pH-Wert ein wenig. Ohne Zeolith müsstest du in rein mineralischer Erde sehr oft und sehr vorsichtig düngen. Mit Zeolith hast du einen Puffer, der Fehler bei der Düngung abfedert.
Wenn du nun zur Tat schreitest, ist die Beschaffung der erste Schritt. Suche nach „Waschbims“ oder „Bimskies“ in der Körnung 2-5mm oder 3-8mm. Alles unter 2mm ist oft zu staubig (dazu kommen wir gleich noch), alles über 8mm ist eher für sehr große Kübelpflanzen geeignet. Bei der Lava gilt dasselbe: Körnung 2-8mm ist ideal. Zeolith solltest du etwas feiner wählen, etwa 2-5mm. Du brauchst keine Apothekerwaage. Ein alter Joghurtbecher oder eine kleine Schaufel reicht als Maßeinheit. Nimm einen großen Eimer, kippe je einen Becher Bims, einen Becher Lava und einen Becher Zeolith hinein. Das ist dein Grundgerüst. Diese Mischung ist strukturstabil über Jahre. Während Torferde nach zwei Jahren zu Staub zerfällt, kannst du diese mineralische Mischung theoretisch nach Jahren auswaschen und wiederverwenden. Das ist wahre Nachhaltigkeit.
Der Prozess des Mischens: Staub ist der Feind
Jetzt kommen wir zu einem Punkt, den fast alle Anleitungen vernachlässigen, der aber über Leben und Tod deiner Pflanzen entscheiden kann: Der Feinstaub. Wenn du deine Säcke mit Lava oder Bims öffnest, wirst du sehen, dass oft eine Menge mehliger Staub am Boden des Sacks liegt oder an den Steinchen klebt. Viele kippen das einfach zusammen. Das ist ein riesiger Fehler! Wenn du diesen Staub mit in den Topf gibst, wandert er beim ersten Gießen nach unten und setzt sich wie Zement am Topfboden ab. Er verstopft die Abzugslöcher und die Poren zwischen den Steinen. Das Ergebnis ist eine „Betonschicht“ unten im Topf, wo sich das Wasser staut – genau dort, wo die empfindlichen Wurzelspitzen sind.
Physikalisch gesehen reduzieren wir durch den Staubanteil die hydraulische Leitfähigkeit des Substrats massiv. Das Wasser sucht sich seinen Weg des geringsten Widerstands. Wenn die Poren verstopft sind, bleibt das Wasser durch Adhäsionskräfte „hängen“. Wir wollen aber Gravitationswasser – also Wasser, das durch Schwerkraft abfließt. Nur saubere, grobe Partikel gewährleisten, dass die Adhäsionskräfte nicht überhandnehmen. Außerdem kann feuchter Gesteinsstaub, besonders wenn er lehmhaltig ist, den pH-Wert im Topf unkontrolliert verändern und alkalisch machen. Die meisten Kakteen bevorzugen aber ein leicht saures Milieu (pH 5,5 bis 6,5), um Nährstoffe wie Eisen und Phosphat überhaupt aufnehmen zu können. Ein verschlämmtes, alkalisches Substrat führt zu Mangelerscheinungen, selbst wenn du düngst (Chlorose).
Also, wie machst du es richtig? Bevor die Zutaten in deinen Mischeimer kommen, müssen sie gesiebt werden. Ein einfaches Küchensieb aus Metall oder ein feines Durchwurfsieb für den Garten reicht völlig aus. Nimm dir die Zeit, jede Schaufel Bims und Lava kurz durchzusieben, bis der graue oder rote Staub unten rausgerieselt ist. Ich gehe sogar so weit, dass ich die Materialien, wenn sie sehr staubig sind, einmal kurz mit dem Gartenschlauch im Sieb abbrause und in der Sonne trocknen lasse, bevor ich sie mische. Das klingt nach viel Arbeit, aber glaub mir: Wenn du siehst, wie das Wasser später durch den Topf rauscht und wie schnell die Oberfläche abtrocknet, weißt du, dass es sich gelohnt hat. Mische die gesiebten Komponenten trocken in einer großen Wanne durch. Wenn du möchtest, kannst du jetzt noch eine Handvoll Kieselgur (gegen Schädlinge) untermischen. Lagere deine fertige „Hausmarke“ in einem offenen Eimer oder einer Kiste – sie muss atmen können, falls noch Restfeuchte enthalten ist.
Anpassung an die Art: Nicht alle mögen es gleich
Jetzt hast du deine perfekte mineralische Basismischung. Aber Sukkulente ist nicht gleich Sukkulente. Ein Astrophytum aus der brütend heißen Chihuahua-Wüste in Mexiko hat völlig andere Ansprüche als ein Epiphyllum (Blattkaktus), der im tropischen Regenwald in Astgabeln wächst, oder eine Gymnocalycium-Art, die im Schutz von Gräsern in Argentinien gedeiht. Die „One-Size-Fits-All“-Lösung funktioniert zwar besser als Torferde, ist aber für Spezialisten nicht das Optimum. Deine Basismischung ist perfekt für die harten Wüstenkakteen (Astrophytum, Ferocactus, Ariocarpus), die extrem empfindlich auf Nässe reagieren. Sie brauchen dieses pure Gestein, um gesund zu bleiben.
Schauen wir uns die Botanik der „Anderen“ an. Es gibt Kakteen, die aus etwas humoseren Gebieten kommen. Dazu gehören viele Säulenkakteen oder die beliebten Echinopsen (Bauernkakteen). Diese Pflanzen wachsen schneller und brauchen mehr Stickstoff. In reinem Gestein verhungern sie oft oder wachsen nur sehr langsam. Ihr Wurzelsystem ist toleranter gegenüber organischer Substanz und nutzt den Humus, um Nährstoffe effizienter zu erschließen. Hier kommt die Biochemie des Humus ins Spiel: Huminsäuren helfen, Mineralien im Boden aufzuschließen und verfügbar zu machen. Für diese Arten ist reiner Bims wie eine Diät, bei der man zwar überlebt, aber keinen Marathon gewinnt.
Hier ist dein Praxistipp zur Veredelung: Für die robusteren, schnellwachsenden Arten (Echinopsis, Trichocereus, Rebutia) nimmst du deine mineralische Basismischung und fügst etwa 20% bis 30% hochwertige, torffreie Blumenerde oder noch besser Kokohum (Kokosfaser) hinzu. Aber Achtung: Auch hier gilt, dass keine groben Holzstücke oder Fasern enthalten sein sollten, die Fäulnisnester bilden. Siebe die Blumenerde vorher fein durch. Für die echten Dschungelkakteen (Weihnachtskaktus, Osterkaktus), die eigentlich Epiphyten sind, brauchst du eine ganz andere Mischung mit viel Rinde und Pinienmulch – da kommen wir mit unserem Wüsten-Mix nicht weit. Aber für 95% deiner Sammlung hast du jetzt das Rüstzeug: Den puren Mix für die Diven und den leicht angereicherten Mix für die hungrigen Gesellen.
Es ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl, am Sonntagmittag dazustehen, die Hände staubig von Bims und Lava, und zu wissen: Ich habe gerade die Lebensversicherung für meine Pflanzen gemischt. Du wirst merken, wie sich dein Verhältnis zu deiner Sammlung ändert. Du bist nicht mehr nur der Gießer, du bist der Bodenkundler, der Versteher, der Nerd. Und wenn im nächsten Frühling die ersten Knospen durchbrechen, weißt du, dass das dein Werk ist. Also, worauf wartest du? Schnapp dir einen Eimer und leg los!
Zutaten-Liste für den Start:
- Bims (Körnung 3-8mm): Der Wasserspeicher.
- Lava (Körnung 2-8mm): Das stabile Skelett.
- Zeolith (Körnung 2-5mm): Der Nährstoff-Akku.
- Optional: Kieselgur, Blähtonbruch.
- Werkzeug: Eimer, altes Küchensieb, kleine Schaufel.

Moin, ich bin Wolfgang! Wenn ich nicht gerade am Computer sitze (was ich nur tue, weil mich mein Neffe dazu „überredet“ hat), findet man mich garantiert in meinem Gewächshaus.
Seit über 20 Jahren widme ich mein Leben der faszinierenden Welt der Kakteen. Was als kleine Fensterbank-Sammlung begann, ist über zwei Jahrzehnte zu einer riesigen Leidenschaft – und einer noch größeren Sammlung – herangewachsen. Von der winzigen Rebutia bis zum stattlichen Säulenkaktus habe ich sie alle schon gepflegt, vermehrt und (ganz selten) auch mal verflucht, wenn ein Stachel zu tief saß.
Warum ich das hier aufschreibe? Mein Neffe, der den größten Zimmerpflanzenblog Deutschlands betreibt, war der Meinung, dass mein „endloses Pflanzenwissen“ nicht nur in meinem Kopf bleiben darf. Also bin ich hier, um meine besten Tipps, Tricks und Erfahrungen aus 20 Jahren Praxis mit euch zu teilen. Ehrlich, direkt und garantiert stachelig.
