TL;DR – Für alle, die gerade mit der Pinzette im Bad stehen:
- Keine Panik: Die meisten Kakteen sind nicht giftig; der Schmerz kommt von der mechanischen Verletzung und möglichen Bakterien an der Spitze.
- Der wahre Feind heißt Glochide: Diese winzigen, haarfeinen Borsten (typisch bei Opuntien) haben Widerhaken und wandern gerne tiefer – hier hilft Kleber besser als jede Pinzette.
- Entzündungen beobachten: Rötet sich die Stelle, pocht sie oder zieht sich ein roter Strich den Arm hoch, ist das Experiment „Selbst-OP“ beendet und der Arztbesuch Pflicht.
Es war ein sonniger Samstagnachmittag im Juli, als ich meine Liebe zu Kakteen auf die härteste Probe stellte, die man sich vorstellen kann. Ich hatte gerade eine wunderschöne neue Opuntia microdasys – im Volksmund trügerisch harmlos „Goldhäschen-Kaktus“ genannt – erworben. Sie sah so flauschig aus, mit ihren gelben Pünktchen, die im Sonnenlicht wie Samt schimmerten. In einem Anfall von geistiger Umnachtung und purer Euphorie wollte ich den Topf umstellen und griff, ohne nachzudenken, fest zu. Nicht am Topf, sondern an den Ohren des Hasen. Der Schmerz war nicht sofort stechend wie bei einem großen Ferocactus, nein, es war ein plötzliches, brennendes Jucken, das sich innerhalb von Sekunden in tausend kleine Nadelstiche verwandelte. Ich sah auf meine Handfläche und erkannte nichts. Erst im Gegenlicht offenbarte sich das Desaster: Hunderte, nein Tausende winziger, fast unsichtbarer Dornen steckten in meiner Haut.
Dieser Moment lehrte mich zwei Dinge: Erstens, dass Aussehen täuschen kann, und zweitens, dass wir uns dringend darüber unterhalten müssen, ob und wann kaktus stacheln in der haut gefährlich sind. Denn die Panik, die man in so einem Moment verspürt, ist oft größer als die tatsächliche Gefahr, aber die Nachlässigkeit im Umgang mit der Wunde kann böse Folgen haben. Vielleicht sitzt du gerade genau so da, starrst auf einen schmerzenden Finger und fragst dich, ob das giftig ist oder ob der abgebrochene Dorn nun für immer in deinem Körper wandert, bis er – wie in alten Gruselgeschichten behauptet – im Herzen landet. Atme tief durch. Ich nehme dich jetzt an die Hand (natürlich vorsichtig) und wir tauchen tief in die faszinierende, wenn auch schmerzhafte Welt der Kaktusbewehrung ein. Wir schauen uns an, was da biologisch passiert, warum es so weh tut und wie du die Biester wieder loswirst.
Der feine Unterschied: Warum Dornen und Stacheln biologisch nicht dasselbe sind
Wenn wir uns im Alltag über den Schmerz beklagen, rufen wir fast immer „Aua, der Stachel!“, aber wenn wir ganz präzise sein wollen, müssen wir hier kurz innehalten und die botanische Nomenklatur klären, denn das Verständnis der Struktur hilft dir später beim Entfernen. Das Problem ist nämlich oft gar nicht die Spitze selbst, sondern die Art und Weise, wie das Pflanzengewebe aufgebaut ist. Wir neigen dazu, alles, was piekst, in einen Topf zu werfen, was dazu führt, dass wir Rosen und Kakteen gleichermaßen als stachelig bezeichnen, obwohl sie entwicklungsgeschichtlich völlig unterschiedliche Verteidigungsstrategien gewählt haben, um in ihrer jeweiligen Umwelt zu überleben.
Aus der Sicht eines Nerds – und ich hoffe, du erlaubst mir diesen kleinen Exkurs in die Pflanzenanatomie – haben Kakteen gar keine Stacheln. Sie besitzen Dornen. Der Unterschied liegt in der Herkunft des Gewebes. Ein Stachel, wie bei der Rose, ist lediglich eine Ausstülpung der Oberhaut (Epidermis) und der Rinde; er sitzt also eher locker auf und lässt sich seitlich oft leicht abknicken, ohne die Pflanze tief zu verletzen. Die Dornen der Kakteen hingegen sind umgewandelte Blätter. Ja, du hast richtig gelesen. Im Laufe von Millionen Jahren der Evolution haben Kakteen ihre Blätter reduziert, bis nur noch die verhärteten Mittelrippen übrig blieben, um die Verdunstungsfläche zu minimieren und gleichzeitig einen Fraßschutz zu bieten. Diese Dornen sind fest mit dem Leitbündelsystem des Kaktus verbunden, also tief im „Fleisch“ verankert. Das macht sie so stabil und sorgt dafür, dass sie oft eher abbrechen und in deiner Haut stecken bleiben, als dass sie sich von der Pflanze lösen.
Was bedeutet das nun für dich und deine schmerzende Hand? Da es sich um ehemaliges Blattgewebe handelt, ist die Struktur dieser Dornen extrem faserig und oft mit mikroskopischen Strukturen versehen, die auf maximale Stabilität bei minimalem Materialeinsatz ausgelegt sind. Wenn du versuchst, einen tief sitzenden Kaktusdorn zu ziehen, kämpfst du gegen eine Struktur, die von der Natur darauf optimiert wurde, extremen Wüstenwinden und den Mäulern von Pflanzenfressern zu widerstehen. Sie sind oft spröde, was die Gefahr erhöht, dass sie beim Ziehen splittern. Du hast es also nicht mit einem simplen Holzsplitter zu tun, sondern mit einem hochspezialisierten Werkzeug der Natur, das sich physikalisch ganz anders verhält als ein Rosenstachel.
Die fiesen Glochiden der Opuntien: Eine mikroskopische Falle
Kommen wir zu meinem eingangs erwähnten Trauma zurück: den Opuntien und ihren scheinbar weichen Polstern. Das ist eine der häufigsten Fallen, in die Anfänger tappen. Man sieht keine langen, bedrohlichen Spieße, also denkt das Gehirn „ungefährlich“. Doch diese Kakteengattung verfügt über eine Geheimwaffe, die weitaus perfider ist als der lange Dorn eines Schwiegermutterstuhls: die Glochiden. Das Problem ist hierbei die schiere Masse und die Unsichtbarkeit. Du fasst den Kaktus an, spürst erst nur ein leichtes Unbehagen, und sobald du die Hand wegziehst, merkst du, dass du quasi einen Pelz aus Glaswolle an deinen Fingern trägst.
Warum sind diese Dinger so unglaublich anhänglich und schwer zu entfernen? Wenn wir uns eine Glochide unter dem Mikroskop ansehen würden, würden wir erschrecken. Sie sieht aus wie eine Harpune, die direkt aus einem Horrorfilm stammt. Die Oberfläche dieser winzigen Borsten ist mit hunderten von rückwärts gerichteten Widerhaken besetzt. Diese Struktur hat einen einfachen, aber grausamen biologischen Zweck: Je mehr sich das Tier (oder in diesem Fall du) bewegt, kratzt oder reibt, desto tiefer arbeitet sich die Glochide in das weiche Gewebe hinein. Es funktioniert wie ein Dübel in einer Wand, der sich spreizt, wenn man an der Schraube zieht. Die Widerhaken verhaken sich in den elastischen Fasern deiner Haut und verhindern, dass die Borste einfach wieder herausrutscht.
Die praktische Konsequenz aus dieser mikroskopischen Architektur ist frustrierend. Der Versuch, Glochiden mit einer normalen Pinzette zu greifen, scheitert oft, weil sie so fein sind, dass sie unter dem Druck des Metalls einfach zerbrechen. Der untere Teil mit den Widerhaken bleibt in der Haut, der obere Teil bricht ab. Und weil sie so tief wandern, lösen sie oft eine heftige Dermatitis aus – eine Hautreaktion, die wochenlang jucken kann. Die Lösung liegt hier nicht in mechanischer Kraft, sondern in Klebstoff (dazu kommen wir später im Detail), denn nur so lässt sich die Zugkraft gleichmäßig auf den ganzen Schaft verteilen, ohne ihn zu zerquetschen. Merke dir: Opuntien niemals, wirklich niemals ohne dicke Lederhandschuhe oder eine Grillzange anfassen.
Sind Kaktusverletzungen giftig oder bakteriell belastet?
Eine der ersten Fragen, die mir Leute stellen, wenn sie sich gestochen haben, ist die nach dem Gift. „Mein Finger pocht so, hat der Kaktus mir Gift gespritzt?“ Die Angst sitzt tief, vermutlich genährt durch Filme, in denen Dschungelpflanzen tödliche Pfeile verschießen. Die Ungewissheit, ob man gerade eine chemische Reaktion im Körper ausgelöst hat, führt oft zu Panikreaktionen, die völlig unnötig sind, aber dennoch ernst genommen werden müssen, weil die eigentliche Gefahr woanders lauert.
Die gute Nachricht zuerst, um deinen Blutdruck zu senken: Die allermeisten Kakteen, die wir auf der Fensterbank pflegen, sind nicht giftig im Sinne von Schlangengift oder Insektstichen. Sie injizieren keine Toxine über ihre Dornen. Euphorbien (Wolfsmilchgewächse) sind hier die große Ausnahme, aber das sind botanisch gesehen keine Kakteen, auch wenn sie so aussehen (ihr weißer Milchsaft ist hochätzend!). Bei echten Kakteen kommt der Schmerz und das Pochen nicht von einem Gift, sondern ist eine klassische Fremdkörperreaktion deines Immunsystems. Dein Körper registriert den Eindringling – das Pflanzenmaterial – und sendet sofort eine Armee von weißen Blutkörperchen dorthin, um die Lage zu checken. Das verursacht Schwellung, Rötung und Druckschmerz.
Allerdings – und hier kommt das „Aber“ des Nerds – sind Dornen nicht steril. Denk mal darüber nach, wo dein Kaktus steht. In Erde, die voll von Mikroorganismen ist. Vielleicht hast du ihn im Sommer draußen gehabt, wo Vögel oder Insekten drauf saßen. Ein Kaktusdorn ist wie eine schmutzige Nadel. Auf der Oberfläche können Bakterien (wie Staphylokokken) oder Pilzsporen haften. Wenn dieser Dorn nun tief in deine Dermis (Lederhaut) eindringt, impft er diese Keime direkt in dein Gewebe. Das Pochen, das du nach ein paar Stunden spürst, ist oft der Beginn einer kleinen lokalen Infektion. In seltenen Fällen können abgebrochene Dornspitzen auch sogenannte Granulome bilden. Das bedeutet, dein Körper merkt, dass er den Splitter nicht abbauen kann, und baut stattdessen eine Kapsel aus Bindegewebe drumherum – ein kleiner, harter Knubbel unter der Haut, der jahrelang bleiben kann.
Die hohe Kunst: Kaktusstacheln entfernen mit Pinzette und Kleber
Jetzt, wo wir wissen, womit wir es zu tun haben, müssen wir zur Tat schreiten. Die meisten Menschen machen den Fehler, sofort hektisch an der Stelle herumzudrücken oder mit den Fingernägeln zu kratzen. Das ist das Schlimmste, was du tun kannst. Durch das Drücken quetscht du das Gewebe zusammen und treibst den Dorn eventuell tiefer, oder noch schlimmer: Du brichst das sichtbare Ende ab, sodass kein „Griff“ mehr vorhanden ist. Die Entfernung erfordert Ruhe, gutes Licht und das richtige Werkzeug. Es ist fast wie eine meditative Übung, nur eben mit Schmerzen.
Für große, einzelne Dornen (wie bei Ferocactus oder Echinocactus) ist die Physik auf deiner Seite, wenn du den Winkel beachtest. Da der Dorn starr ist, muss er exakt in dem Winkel herausgezogen werden, in dem er eingedrungen ist. Jede seitliche Bewegung führt zu einem Hebeleffekt, der das Gewebe zusätzlich aufreißt oder den Dorn abbrechen lässt. Du brauchst eine wirklich hochwertige Pinzette – keine billige Kosmetikpinzette mit abgerundeten Enden, die nicht greifen, sondern eine Splitterpinzette mit spitzen, geriffelten Greifflächen. Eine Lupe ist kein Zeichen von Altersschwäche, sondern ein notwendiges Werkzeug für Präzision. Packe den Dorn so nah wie möglich an der Hautoberfläche, nicht an der Spitze, um die Hebelwirkung zu minimieren, und ziehe mit einem festen, ruckartigen Zug.
Aber was tun bei den oben beschriebenen Glochiden, diesen tausenden winzigen Härchen? Hier versagt die Pinzette, weil du morgen noch beschäftigt wärst. Hier kommt mein absoluter Lieblings-Lifehack ins Spiel: Holzleim oder Bastelkleber (Ponal, lösemittelfrei ist super). Das klingt verrückt, funktioniert aber rein physikalisch am besten. Du streichst die betroffene Hautpartie großzügig mit dem flüssigen Kleber ein. Dann legst du ein Stück Stoff oder Gaze darauf (für die Stabilität) und wartest. Und du wartest wirklich, bis alles komplett durchgetrocknet ist. Das dauert vielleicht 20 Minuten. In dieser Zeit umschließt der Kleber jede einzelne Glochide, fließt auch ein klein wenig in die Einstichkanäle und verbindet sich mit den Borsten. Wenn du dann den getrockneten Kleberfilm abziehst (gegen die Wuchsrichtung der Haare), ziehst du hunderte von Glochiden gleichzeitig heraus, ohne sie abzubrechen. Es ist unglaublich befriedigend, das Ergebnis auf der Rückseite des Klebers zu sehen.
Hausmittel und Zugsalbe: Wenn der Dorn tief sitzt
Manchmal ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen. Der Dorn ist abgebrochen, steckt tief unter der Hautoberfläche, und du kommst mit keiner Pinzette der Welt mehr dran. Der Finger ist rot, heiß und du spürst jeden Herzschlag in der Fingerkuppe. Viele greifen jetzt zur Nadel und fangen an, „zu operieren“. Ich rate dir als Freund dringend davon ab. Ohne sterile Instrumente und Erfahrung richtest du meist mehr Schaden an, indem du Keime noch tiefer einbringst. Stattdessen können wir uns die Chemie und die natürlichen Reaktionen der Haut zunutze machen, um den Fremdkörper an die Oberfläche zu befördern.
Ein altes, aber bewährtes Hausmittel ist das Seifenbad. Weiche die betroffene Hand in warmem Wasser mit viel Kernseife oder Schmierseife ein. Das hat zwei Effekte: Erstens weicht die Epidermis (die oberste Hautschicht) auf. Sie quillt auf, wird weicher und durchlässiger. Zweitens reduziert das Seifenwasser die Oberflächenspannung und kann leicht in den Stichkanal eindringen. Oft reicht das schon, damit der Körper durch den natürlichen Innendruck des Gewebes den Fremdkörper ein Stückchen herausschiebt, sodass du ihn wieder greifen kannst. Auch ein Pflaster mit einem dicken Tropfen Olivenöl über Nacht kann die Haut so weich machen, dass der Dorn am nächsten Morgen leichter zu entfernen ist.
Wenn das alles nicht hilft, ist der Gang zur Apotheke angesagt, um „Schwarze Salbe“ oder Zugsalbe (mit dem Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat) zu holen. Das Zeug riecht wie frisch geteerte Straße, aber die Wirkung ist phänomenal biologisch erklärbar. Die Salbe wirkt entzündungshemmend und fördert die Durchblutung extrem. Durch die gesteigerte Durchblutung wird der Stoffwechsel an dieser Stelle beschleunigt, was die Einschmelzung des Gewebes um den Fremdkörper herum fördert. Klingt eklig, ist aber hilfreich: Es bildet sich ein kleiner Eiterherd um den Dorn, der Druck steigt, und der Körper „spuckt“ den Dorn quasi aus oder macht ihn zumindest so locker, dass er beim nächsten sanften Druck herauskommt.
Warnsignale: Wann ein Arztbesuch absolut nötig ist
Ich bin ein großer Fan von Selbsthilfe und Pragmatismus, aber es gibt eine Grenze, an der der Kaktus-Nerd schweigen und der Mediziner sprechen muss. Wir neigen dazu, Verletzungen an den Händen zu bagatellisieren. „Ist doch nur ein kleiner Dorn“, sagen wir, während wir das Pflaster fester ziehen. Aber Hände sind komplizierte biomechanische Wunderwerke mit Sehnen, Nerven und Gelenkkapseln, die extrem dicht unter der Haut liegen. Ein Kaktusdorn, der ungünstig trifft, kann hier mehr anrichten als nur ein bisschen Aua.
Das größte Risiko ist eine Gelenk- oder Knochenhautentzündung. Wenn ein langer, stabiler Dorn in der Nähe eines Fingergelenks eingedrungen ist, besteht die Gefahr, dass er die Gelenkkapsel perforiert hat oder die Knochenhaut (Periost) berührt. Wenn Bakterien in den sterilen Gelenkraum gelangen, kann das zu einer septischen Arthritis führen, die im schlimmsten Fall das Gelenk dauerhaft versteift. Wenn du also merkst, dass du den Finger nicht mehr richtig beugen kannst, ohne dass es schmerzt, oder wenn das Gelenk selbst anschwillt und heiß wird, dann ist das ein absoluter Notfall. Da hilft keine Zugsalbe, da muss ein Handchirurg ran, der den Dorn und die Entzündung professionell ausräumt.
Ein weiteres Warnsignal, das du niemals ignorieren darfst, ist die berühmte Lymphangitis – oft fälschlicherweise als „Blutvergiftung“ bezeichnet. Wenn sich von der Einstichstelle ein roter Strich bildet, der langsam den Arm hochwandert, bedeutet das, dass die Bakterienlast so groß ist, dass dein Lymphsystem überfordert ist und die Infektion sich ausbreitet. Begleitet wird das oft von Fieber oder einem allgemeinen Krankheitsgefühl. In diesem Moment ist es völlig egal, wie peinlich dir die Geschichte mit dem Kaktus ist: Geh sofort zum Arzt oder in die Notaufnahme. Und ein letzter, oft vergessener Punkt: Check deinen Tetanusschutz. Da Kakteen in Erde wachsen und Dornen schmutzig sind, ist Tetanus (Wundstarrkrampf) eine reale, wenn auch seltene Gefahr. Ein Blick in den Impfpass schafft hier Sicherheit.
Am Ende des Tages gehört der gelegentliche Stich zum Hobby dazu. Es ist der Preis, den wir für die Schönheit dieser Überlebenskünstler zahlen. Ein Kaktus ist kein Kuscheltier, er ist ein Kämpfer, der sich in einer feindlichen Umwelt behauptet – und genau das respektieren wir ja so an ihm. Wenn du also das nächste Mal einen Dorn in der Haut hast: Fluch kurz, atme durch, denk an die Biologie der Widerhaken, hol den Holzleim raus und betrachte es als Initiationsritus. Jetzt bist du ein echter Kakteenfreund. Und beim nächsten Umtopfen? Nehmen wir einfach die Grillzange, versprochen?

Moin, ich bin Wolfgang! Wenn ich nicht gerade am Computer sitze (was ich nur tue, weil mich mein Neffe dazu „überredet“ hat), findet man mich garantiert in meinem Gewächshaus.
Seit über 20 Jahren widme ich mein Leben der faszinierenden Welt der Kakteen. Was als kleine Fensterbank-Sammlung begann, ist über zwei Jahrzehnte zu einer riesigen Leidenschaft – und einer noch größeren Sammlung – herangewachsen. Von der winzigen Rebutia bis zum stattlichen Säulenkaktus habe ich sie alle schon gepflegt, vermehrt und (ganz selten) auch mal verflucht, wenn ein Stachel zu tief saß.
Warum ich das hier aufschreibe? Mein Neffe, der den größten Zimmerpflanzenblog Deutschlands betreibt, war der Meinung, dass mein „endloses Pflanzenwissen“ nicht nur in meinem Kopf bleiben darf. Also bin ich hier, um meine besten Tipps, Tricks und Erfahrungen aus 20 Jahren Praxis mit euch zu teilen. Ehrlich, direkt und garantiert stachelig.
